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Der Mensch im Mittelpunkt – jenseits von Rolle und Funktion

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Der Mensch im Mittelpunkt - jenseits von Rolle und Funktion

Der Mensch im Mittelpunkt – jenseits von Rolle und Funktion

Im ersten Moment erscheint das Thema schwer und es hat einen gewissen Tiefgang inhärent. Andererseits ruft es bei mir Leichtigkeit und Lebendigkeit aus. Es ist gleichgültig. Beides ist gleich gültig

Hinter jeder Rolle, sei es Sohn, Tochter, Cousin, Mutter, Bruder usw. steckt ein einzigartiger Mensch. Eine Seele, die hier auf dem Planeten Erde eine Aufgabe hat, die einzigartig ist, weil jeder Mensch einzigartig ist. Es gibt eine Redewendung, die mir als junge Mutter zugetragen wurde: Es gib nur ein perfektes Wesen auf dieser Welt und jede Mutter hat eines (mindestens eines). Das beschreibt die Einzigartigkeit sehr gut. EINzigARTigkeit. Ich mag es Worte auseinander zu nehmen und sie in ihren Silben zu betrachten. Das macht vieles leicht, wenn man und frau auf dem Weg des Bewusstwerdens ist.

In meiner Arbeit sehe ich den Menschen im System. Dieser hat bestimmte Rollen und Funktionen. Den Funktionen ordne ich die berufliche Rolle zu. Mitarbeiter, Teamleiter (die Damen dürfen sich ebenfalls angesprochen fühlen), Vorarbeiter inklusive aller Funktionen wie Head of…, Specialist of…, CEO usw. „Wer bin ich und wieviele?“ hat Richard David Precht einst treffend gefragt.

Es ist gleich gültig, ob man oder frau als Mitarbeiter einen Coach aufsucht oder als Mutter. Die Themen sind sicherlich an die Rolle oder Funktion geknüpft und dennoch ist dort der Mensch, der alle Rollen und Funktionen verbindet.

Die Kunst und Gabe ist es den Menschen zu fühlen und zu sehen, abseits des Sichtbaren. Während meines Psychologie-Studiums ist mir oft eine Situation begegnet, und jeder im Metier wird das nachvollziehen können, dass sich hartnäckig der Eindruck hält, wenn man diesen Studiengang, oder verwandte Studiengänge, wählt, dass man und frau lernt den Menschen zu scannen, dessen Gedanken zu lesen und zu analysieren. Ich bin mir sicher, nicht jeder in diesem Bereich kann das und ich bin mir zu dem sicher, dass viele sensitiven und feinfühlen Menschen aus anderen Professionen Menschen „lesen“ können. All das hat etwas mit Wahrnehmung zu tun. Wie nehme ich den Menschen mir gegenüber und mein Umfeld wahr. Ja, ich sehe. Ja, ich höre und ja, ich nutze alle Sinne. Jedoch das über-sinnliche ist das, was wir wahrnehmen.

Das Wahrnehmen ist beispielsweise: Fühle ich mich hier an dem Ort mit den Menschen wohl? Fühle ich mich unwohl. Wenn ja, warum. Warum fühle ich mich wohl und warum nicht? Ist es der Ort, der Mensch, beides oder noch etwas anderes? Welche Energie ist im Raum? Es ist sehr vielschichtig und so wie diese Vielschichtigkeit leicht sein kann und wohl, so kann sie auch schwer sein. Wenn meine Herausforderungen an einem Tag gross sind und ich morgens im Aussen bin durch Nachrichten, Zeitung lesen und Familienmanagement, dann werden die Herausforderungen mit einem höheren Aufwand zu bewältigen sein. Wenn ich mit mir verbunden und geerdet bin, bei mir bin, im Vertrauen meiner Fähigkeiten und meinem Sein, ist die Wahrscheinlichkeit der Leichtigkeit mit jenen Herausforderungen umzugehen höher. „War der Tag kein Freund, so war er ein Lehrer“ sagt Goethe so treffend.

Eine Begleitung durch systemisches Coaching kann mehr Leichtigkeit ins Leben bringen, was ein Schlüssel für ein erfüllendes Leben ist. Hinzuhören, den Bedürfnissen Aufmerksamkeit zu geben und den Mut, die Perspektive zu wechseln und den Horizont zu erweitern, sind Möglichkeiten der Fülle und Leichtigkeit im Leben. Stärke ist auch, sich Begleitung zuzugestehen und seinen Wert damit zu bestimmen. Denn die Frage ist berechtigt: Was wollen Sie als Mensch jenseits Ihrer Rolle und Funktion?

Und jetzt möchte ich noch den Teaser meines letzten Beitrags mit diesem in Verbindung bringen. Das kleine Wörtchen „nicht“. Denken Sie jetzt nicht an den rosa Elefanten. Haben Sie oder haben sie „nicht“? Die Sprache ist ein weiterer wunderbarer Schlüssel der Verbundenheit zwischen uns Menschen. „Nicht“ kann das Gehirn nicht verarbeiten. Deshalb ist es sinnvoll umzuformulieren und sich die Frage zu stellen: Wie häufig verwende ich die „Nicht-Sprache“? Wie spreche ich mit mir selbst? Wie mit anderen? Be-schwere ich mich über Dinge oder sehe ich das gute darin, auch wenn es noch nicht offensichtlich ist? Sprache ist der in Form gebrachte Gedanke. Und dort startet es bereits: Was denke ich zuerst am Morgen? Was ist mein letzter Gedanke am Abend? Diese Gedanken formen die Schlaf- und Tagesqualität. Und jetzt die allerbeste Nachricht dazu: eine wirkungsvolle und kraftvolle, mit Wohlwollen gesprochene Sprache ist lernbar. Auch dort setzt mein systemisches Coaching an.


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